August 2017

Willkommen

Willkommen – Bienvenue – Welcome – Bienvenida – Benvenuto – Bem-vindo – Welkom – Välkommen Die eine Seite Europas, die nördliche und westliche, drückt ihre Freude über Gäste aus, in dem sie feststellt, dass der Gast wirklich gewollt ist („nach Willen angekommen“). Im Süden dagegen stellt man fest, dass der Gast gut angekommen ist. Oder dass es gut ist, dass er da ist.

Treppenwitz

Ein Treppenwitz ist eigentlich ein versäumter Gedanke, der einem erst einfällt, wenn es zu spät ist – man schon auf dem Weg zur Treppe ist. Das bedeutet für mich, dass sich viele Gedanken so bezeichnen dürften. Der Treppenwitz der Geschichte bezieht sich auf eine geschichtlich Begebenheit, die im Nachhinein absurd oder ironisch erscheint. Zum Beispiel, dass der Kaiser Barbarossa ertrunken ist (siehe „Die Staufer waren da“ vom 29. Juli).

Prospekt

Wenn man etwas über russische Städte liest, stolpert man öfter über das Wort „Prospekt“. Ich bin noch nie dazu gekommen, nachzuschauen, was es bedeutet. Irgendwas wie „Straße“ oder „Platz“ vermutete ich. Nun habe ich doch mal Wikipedia bemüht: es heißt „Hauptstraße“. Bei der Gelegenheit konnte ich feststellen, dass es noch sehr viele andere Bedeutungen für „Prospekt“ gibt.

Wasser – H2O

71% der Erde sind mit Wasser bedeckt, davon sind aber nur knapp 3% Süßwasser und davon wiederum stehen uns nur 0,3% zur Verfügung. Wasser ist also – trotz des vielen Regens in diesem Sommer – weiterhin etwas Kostbares. Im Hygienepraktikum an der Uni haben wir mal Leitungs- und Mineralwasser auf Keime untersucht: und siehe da, auf den Nährböden sind beim Mineralwasser öfter Keime gewachsen als beim Leitungswasser. Auch chemische Rückstände betreffend schneidet Leitungswasser oft besser ab. Und so viel mehr Mineralien wie oft behauptet haben die Mineralwasser auch nicht.

Die Seescheune - der Aufbau

Schon seit Jahren wartet die alte Scheune darauf, wieder gebraucht zu werden. Es handelt sich um ein echtes Prachtexemplar von Fachwerkscheune, das zunächst mal entkernt und „entfachert“ werden musste, so dass nur noch das Eichenbalken-Gerippe übrig blieb.

Der Flimmerkasten

1950 glaubte noch niemand, dass der „Flimmerkasten“ dem Radio wirklich Konkurrenz machen könnte – kein Wunder, das Programm damals war auf 2 Stunden am Tag begrenzt. 1952 hatten gerade mal 300 Deutsche einen Fernseher und 1955 waren es auch nur 100000. Die Bewohner der Seemühle müssen hier sehr fortschrittlich gewesen sein, denn im Fundus konnte ein waschechtes Gerät aus den 50er herausgefischt werden.

Urwald

Mit dem Begriff „Urwald“ verbindet man ja zumeist exotische Orte wie den Amazonas, das Kongo-Becken oder Borneo. Dabei ist ein Urwald ein Waldgebiet ohne sichtbaren menschlichen Einfluss, oder wie die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) schreibt: Urwälder sind die natürlichsten Waldökosysteme. Sie sind Waldgebiete, die eine natürliche Vegetation aufweisen, ohne sichtbaren menschlichen Einfluss sind und deren natürliche Dynamik ungestört verläuft.

„Hooray! Hooray! …

… It´s a Holi- Holiday!“ sangen damals in den 70ern Boney M. Holiday in den 70ern, das war noch eine ganz andere Nummer als heute. Man ist prinzipiell mit dem Auto in den Urlaub gefahren, der Kofferraum ging kaum zu und alles, was man dort nicht unterbekam, wurde auf dem Rücksitz verstaut. Obendrauf kamen dann die – spätestens nach einer Stunde Fahrt – quengelnden Kinder, die bei jedem Schlagloch an der Decke hingen, sie waren ja nicht angeschnallt. Und die Kasseler Berge ging es mit 60 km/h hoch, damals war aber keiner schneller. Über den Gotthardt ging es dann meist nach Italien. Die Unterkunft war eine absolute Black-Box: man hatte zuvor maximal ein verschwommenes Foto von außen sehen können. Auch den Zielort kannte man nur aus dem Autoatlas, wenn er etwas größer war, dann evtl. noch aus dem Reiseführer oder dem Merian-Heft. Reiseportale im Internet gab es ja noch nicht.