Gästebücher sind etwas feines. Ganz toll sind die, in denen man sich handschriftlich einträgt und ein paar lobende Worte über die Gastgeber hineinschreiben kann. Meistens mit schmierendem Kuli und der Unterschrift der ganzen Familie: schwungvoll die Eltern, lustlos die pubertierende Tochter und riesengroß der kleine Sohn. Dann wird auch oft noch ein Bild dazu gemalt, zum Beispiel ein mehr oder weniger gelungenes Portrait der Gastgeber. Oder eine Sonne, weil das Wetter so schön war. Ich male gerne mich selbst hinein, allerdings immer noch so wie auch schon vor 20 Jahren. Den Alterungsprozess bekomme ich mit Kuli nicht so richtig hin. Deswegen habe ich in Gästebüchern nie graue Haare oder (Lach-) Falten (vielleicht mag ich sie deshalb so!).

Dann gibt es noch die Gästebücher in Hotels. Die lese ich meistens von vorne bis hinten durch. Am liebsten lese ich da natürlich etwas darüber, wie das Hotel entstand. Auch finde ich interessant, wer das Hotel betreibt und ob derjenige Kinder hat, die mithelfen. Ich kenne zum Beispiel ein Hotel, da sind Tochter und Sohn die Köche, die andere Tochter macht das Büro. Und ein weiterer Sohn das Handwerkliche. Spannend! Klasse sind auch die Freizeit-Tipps und das A-Z. Was tun, wenn eine Bluse verkrumpelt? Einfach unter B wie Bügeleisen schauen.

Vielleicht sind unsere Gäste ja auch so begeistert von Gästebüchern und haben Spaß an unserem?